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Buchstart – ein verlässlicher Baustein der frühkindlichen Sprachentwicklung

Veranstaltung am 11. Februar 2026, 18 Uhr in der Alten Exerzierhalle in Celle

Seit nunmehr 18 Jahren erhalten alle Eltern bei der U6 Vorsorgeuntersuchung von den Kinderarztpraxen eine kostenlose „Buchstart-Tasche“. Diese enthält ein altersgerechtes Bilderbuch, eine mehrsprachige Broschüre und einen Gutschein für ein weiteres Bilderbuch, das in einer öffentlichen Bibliothek abzuholen ist.

Die Bürgerstiftung und die Bibliotheksgesellschaft Celle rücken in diesem Jahr mit einer öffentlichen Veranstaltung die Notwendigkeit von Sprachförderung in das Zentrum der allgemeinen Aufmerksamkeit:

Am Mittwoch, 11.Februar 2026, 18 Uhr wird Dr. Ulrich Stitzinger vom Institut für Sonderpädagogik der Universität Hannover in der Alten Exerzierhalle einen Vortrag mit dem Titel „Bilderbuchlesen mit ein- und mehrsprachigen Kindern - Bedeutung, Wirkung, Handhabung“ halten.

In der anschließenden Podiumsdiskussion mit Freya Soetbeer-Breuer, Fachärztin für Kinder-und Jugendmedizin in Celle, Dagmar Gackenholz-Franzen, Leiterin der KITA Gertud-Kock-Haus und Annette Huber, Verein Seiteneinsteiger e.V. Hamburg, wird das Thema vertieft.

Anmeldungen über www.buergerstiftung-celle.de

Abgerundet wird die Veranstaltung mit einer Medienausstellung der Bibliotheksgesellschaft, die im Anschluss Raum und Zeit für Gespräche bietet.
Buchstart, eine Initiative der Freien und Hansestadt Hamburg, gibt es aufgrund einer Vereinbarung bereits seit 2008 auch in Stadt und Landkreis Celle.
Die Bibliotheksgesellschaft und die Bürgerstiftung Celle tragen das Projekt, dessen Finanzierung auf Dauer angelegt und langfristig gesichert ist, nicht zuletzt dank mancher Spende.
Niederschwellig werden den Eltern Wege aufgezeigt, wie sie die sprachliche Entwicklung ihrer Kinder fördern können und dabei einen „Wortschatz“ im wahrsten Wortsinn ansammeln können.
Bilderbücher unterstützen bei der Sprachentwicklung, fördern die Bindung und schaffen Familien-Rituale.

Projektverantwortliche:
Bürgerstiftung Celle, Regina Haut
Bibliotheksgesellschaft Celle, Sabine Richter


Für Mitglieder der Bibliotheksgesellschaft: Führung durch das Oberlandesgericht (OLG) Celle

Donnerstag, 19.02.2026 um 16 Uhr (Treffpunkt: Haupteingang OLG, Schloßplatz 2)

Die Führung besteht aus zwei Teilen:

Zum einen wird der historischen Plenarsaal und das Treppenhaus des Oberlandesgerichts gezeigt und in die Geschichte des Gerichts eingetaucht, beginnend mit den auf Wandgemälden zu sehenden Hannoverschen Kurfürsten und Königen und ihrer Verbindung zum englischen Königreich bis hin zur Zeit des Nationalsozialismus. So erhalten alle TeilnehmerInnen einen Überblick über die Geschichte des zweitältesten Oberlandesgerichts der Bundesrepublik (warum in Celle?) und die gesamte historische Einbettung (Wie kamen die Welfen auf Englands Thron?).

Der zweite Teil der Führung findet in einem modernen Gerichtssaal statt, in dem der Ablauf und Inhalt der dort stattfindenden Verhandlungen erläutert wird sowie gerne Fragen der Gruppe zum Thema Gericht und Justiz beantwortet werden. Möglicherweise wird dieser Teil vorgezogen, falls der Plenarsaal (noch) belegt ist.

Notwendige Anmeldung unter info[at]bg-celle.de, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist! 
 


Carl Friedrich Gauß – ein Tausendsassa der Mathematik wird vorgestellt

Wer war dieser Mann, dessen Namen zwar jeder schon einmal gehört hat und dessen Grundlagen der Mathematik wir als Kinder in der Schule lernen?

Mit Prof. Dr. Joachim Block, dem ehemaligen Standortleiter des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Braunschweig, Göttingen und Trauen bei Faßberg im Landkreis Celle, kam ein profunder Kenner der Vita von Carl Friedrich Gauß auf Einladung der Bibliotheksgesellschaft in die Direktorenvilla, um im Rahmen seines Vortrags auf eine beeindruckende Reise durch dessen Leben und Wirken zu gehen, Förderer und Weggefährten vorzustellen und auch den historischen Zusammenhang einzuordnen.

Heutzutage wäre Gauß Niedersachse durch und durch. Geboren in Braunschweig lebte er bis zu seinem Tod in Göttingen. Damals war die politische Landkarte allerdings eine andere.
Braunschweig war ein eigenständiges Herzogtum mit einem für die damalige Zeit sehr fortschrittlichen Herzog Carl Wilhelm Ferdinand, der den Bildungsstand seiner Bevölkerung heben wollte und Wissenschaft und Wirtschaft förderte. Quasi eingebettet lag das Herzogtum im Königreich Hannover, zu dem auch Göttingen gehörte. Es war die Zeit der Personalunion und Georg IV. König von Hannover.

Begeben wir uns auf Spurensuche und entdecken Zeugnisse des Werdeganges von Gauß: Bereits in jungen Jahren verblüfft Carl Friedrich seine Lehrer mit findigen Lösungsansätzen mathematischer Aufgaben. Glücklicherweise trifft er auf wohlgesonnene Förderer, die dem Kind einfacher Leute eine exzellente Ausbildung und damit eine steile schulische und universitäre Karriere ermöglichen.
Bereits ganz am Anfang seiner akademischen Laufbahn macht Gauß eine epochale Entdeckung - heute eine Standardmethode der Mathematik und Physik. Durch die Lösung eines astronomischen Problems wird er schlagartig berühmt und erhält sogar eine Einladung an den Hof des Zaren nach St. Petersburg, dessen Sternwarte zu leiten. Gauß Mäzen, der Herzog von
Braunschweig, initiiert daraufhin den Bau einer eigenen Sternwarte. Dessen lapidare Antwort: „Dann vermesse ich meine Heimatstadt Braunschweig, während ich auf meine Sternwarte warte.“, ist nur eine der vielen Anekdoten, mit denen Block seinen Vortrag auflockerte und die zahlreich erschienene Zuhörerschaft zum Schmunzeln brachte.

Und so überbrückte Gauß die Wartezeit mit Geodäsie, während rundherum die Welt in Aufruhr geriet, denn zeitgleich lagen viele Kleinstaaten im Zwist mit Napoleon. Erste Feldversuche münden bald in der hannoverschen Landvermessung, die Gauß, bereits in Göttingen beheimatet, mit der Festlegung einer Basisstrecke in der Nähe der historischen Sternwarte beginnt.
Als spektakulärste Dreiecksvermessung gilt die Triangulation zwischen dem Hohen Hagen, einem Berg bei Göttingen, dem Brocken und dem Großen Inselsberg im Thüringer Wald. Dieses Dreieck war Basis zur Verknüpfung zahlreicher regionaler Vermessungsdaten, die Gauß auch in den Landkreis Celle führten. Während er auf dem heutzutage denkmalgeschützten Hof Oberohe logierte, hinterließ er Gauß-Steine an den Messpunkten als Zeugen seiner Anwesenheit unter anderem bei Gerdehaus, Scharnhorst und Becklingen.


Immer wieder verblüffend für die Zuhörer: je nach Betätigungsfeld gelingen Gauß wie nebenbei bahnbrechende mathematische Lösungsansätze und innovative Erfindungen für die praktische Umsetzung in vielen Bereichen, wie die Erfindung des Heliotrops für die Landvermessung oder ein elektromagnetischer Telegraph - ein Universalgelehrter im echten Wortsinn!
Zu Recht gilt Gauß als größter Mathematiker und Wissenschaftler seiner Zeit, da er viele Talente in einer Person vereinte und - immer wissbegierig - auf vielen Gebieten arbeitete. Er starb 1855 in Göttingen und hinterließ ein weltumspannendes Werk. Seine Heimat hat er dabei kaum je verlassen, aber mit Feder und Papier die Welt verändert.

Das Ende eines mehr als informativen Abends steht im Zeichen des Ausblicks auf das Jubiläumsjahr 2027. Prof. Joachim Block organisiert – auch in seiner Funktion als ehrenamtlicher Vorsitzender des Braunschweigischen Hochschulbundes - die Feierlichkeiten rund um den besonderen Gauß-Geburtstag in Braunschweig und Göttingen mit. Er verrät: Als besonderer Höhepunkt gelte schon heute die Nachstellung der Dreiecksvermessung zwischen Brocken, Hoher Hagen und dem Großen Inselsberg mit den Mitteln der damaligen Zeit – ohne Internet oder Handy.

[Text: Sabine Richter, Fotos: Sabine Richter, Johannes v. Freymann]


Vortrag: Carl Friedrich Gauss und die Vermessung Norddeutschlands

Referent: Prof. Dr. Joachim Block, TU Braunschweig

 

Termin: Donnerstag, 22. Januar 2026   19:00 Uhr

Ort:  Direktorenvilla, Magnusstr. 5, 29221 Celle

Eintritt 5 €   (Abendkasse)
Schüler & Auszubildende die Hälfte
 

Rückfragen zur Veranstaltung bitte per E-Mail an info[at]bg-celle.de !

 

Im kommenden Jahr 2027 werden wir den 250. Geburtstag von Carl Friedrich Gauß begehen, einem der größten Mathematiker der Wissenschaftsgeschichte, der zu seiner Zeit auch in der Astronomie, der Geodäsie und bei der Erforschung des Magnetismus mit bahnbrechenden Leistungen hervorgetreten ist. In Norddeutschland sind die Spuren seines Wirkens noch an zahlreichen Stellen im Gelände sichtbar, nämlich die Markierungen und „Gauß-Steine“, die in den Jahren nach 1821 an den trigonometrischen Punkten der hannoverschen Landesvermessung angelegt wurden. Diese Vermessung bildet daher einen thematischen Schwerpunkt des vorliegenden Vortrags, der gleichwohl aber das gesamte wissenschaftliche Leben von Gauß umfasst.

Vielleicht erinnert sich der eine oder die andere daran, dass der Schriftsteller Daniel Kehlmann in dem 2009 erschienenen Roman “Die Vermessung der Welt” ein fiktives Treffen der Zeitgenossen Gauss und Humboldt auf unterhaltsame Weise beschrieben hat.

Carl Friedrich Gauß wurde am 30. April 1777 in Braunschweig als Sohn des „Lehmentierers und Gassenschlachters“ Gebhard Gauß und seiner Frau Dorothea geboren. Seine Eltern hätten ihrem Sohn niemals eine „höhere Bildung“ ermöglichen können – und sie hätten das auch gar nicht gewollt. Dass das mathematische Genie, das in dem kleinen Carl Friedrich steckte, überhaupt entdeckt und anschließend nachhaltig gefördert wurde, ist einer Kette glücklicher Zufälle, weit vorausschauenden Lehrern und einem aufgeschlossenen und großzügigen Landesherrn zu verdanken: Es war Herzog Carl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig, der Gauß den Besuch des Gymnasiums und der Universität ermöglichte und ihn auch (gegen Abwerbungsversuche) im Lande hielt, als Gauß mit einem epochalen mathematischen Ansatz eine Meisterleistung in der Astronomie ermöglicht hatte, die Wiederentdeckung der Ceres, die ihn schlagartig berühmt machte. Nach der Niederlage Preußens gegen Napoleon im Herbst 1806, die die politische Landkarte revolutionierte, wechselte Gauß an die Universität Göttingen und blieb für den gesamten Rest seines Lebens dort. Neben der Lehrtätigkeit als Professor für Astronomie bildete die oben erwähnte Landesvermessung über viele Jahre seinen zentralen Lebensinhalt. In seinen späteren Jahren verlagerte sich der Fokus seiner Arbeiten auf den Elektromagnetismus, wobei er zusammen mit Wilhelm Weber den ersten Telegrafen der Welt entwickelte und Entscheidendes zum Verständnis des Erdmagnetfeldes beitrug. Als Gauß 1855 starb, war er der unbestrittene „Fürst der Mathematiker“, der „Princeps Mathematicorum“, und hinterließ ein gewaltiges Werk, an das wir im Jubiläumsjahr 2027 erinnern wollen.
 

Zur Person des Referenten:
Prof. Dr. Joachim Block hat 1974-1981 an der TU Braunschweig Physik studiert und 1987 in Kassel promoviert. Seine wissenschaftliche Laufbahn am Deutschen Zentrum für Luft-und Raumfahrt (DLR) war durch die Arbeit an Raumfahrtmissionen im Sonnensystem geprägt; und auf diesem Gebiet lehrt er seit 2005 auch an der TU Braunschweig. Von 2010 bis 2020 war er Standortleiter der DLR-Standorte Braunschweig, Göttingen und Trauen (Faßberg). Nach dem Eintritt in den Ruhestand engagierte er sich verstärkt im Braunschweigischen Hochschulbund, als dessen Vorsitzender er aktiv in die Vorbereitung des Jubiläumsprogramms zum 250. Geburtstag von Carl Friedrich Gauß eingebunden ist.


Mitgliederversammlung der Bibliotheksgesellschaft Celle

Einmal jährlich lädt die Bibliotheksgesellschaft Celle zu ihrer Mitgliederversammlung ein. Der Abend steht dann ganz im Zeichen der satzungsgemäßen Bestimmung, die alle Anwesenden in komprimierter Form über das Geschehen des vergangenen Jahres in den Büchereien in Stadt und Landkreis informiert und Einblicke in laufende Projekte des Arbeitskreises gibt.

Alle zwei Jahre finden Vorstandswahlen statt. So auch diesmal. Das Wahlergbnis ergab keine personellen Veränderungen im Vorstand: Der Vorsitzenden Dr. Silke Wachsmuth-Uhrner stehen als stellvertretender Vorsitzender Johannes von Freymann und als Schatzmeisterin Dagmar Behrens zur Seite. Als Beisitzerinnen ergänzen Claudia Rekersbrink und Sabine Richter den Vorstand und die jährliche Kassenprüfung wird von Antje Jortzik-Paschek und Christa Lange durchgeführt werden.

[Text: Sabine Richter, Foto wiedergewählte Vorstandsmitglieder: Christa Lange]

Protokoll Mitgliederversammlung 2025


Eröffnung des Interims-Standortes der Stadtbibliothek Celle

Sie wurde schmerzlich vermisst. Nach neun Monaten des Wartens öffnete jetzt der Interims-Standort der Familienbibliothek in der Rundestraße seine Türen und lud zu einer ersten Besichtigung ein. Und der Andrang war groß!

„Schön, dass Sie wieder da sind!“ und „Wir haben Sie vermisst!“ lauteten häufig gehörte Kommentare der Besucherinnen und Besucher, die – natürlich – mit Kind und Kegel „ihre“ Bibliothek entdecken wollten. Die Rundgänge zur Erkundung der Räumlichkeiten fielen durchweg positiv aus. Das Angebot an Zeitungen, Zeitschriften, Romanen und endlich auch wieder eine Kinderbibliothek wurde begeistert angenommen.

Auch eine Abordnung der Bibliotheksgesellschaft Celle ließ es sich nicht nehmen, dabei zu sein. Silke Wachsmuth-Uhrner, Vorsitzende der Bibliotheksgesellschaft, überreichte Petra Moderow, Leiterin der Stadtbibliothek Celle, einen Blumengruß zur offiziellen Wiedereröffnung.

Für die Kinder gab es zur Eröffnung Glücksraddrehen mit vielen attraktiven Preisen und bunte Luftballons. Dabei wurde das Team der Bibliothek durch die Bibliotheksgesellschaft Celle unterstützt. Preise für das Glücksrad wurden unter anderem von der Buchhandlung Sternkopf und Hübel sowie Thalia gespendet.

Ab sofort ist die Familienbibliothek dienstags von 11.00 bis 18.00 Uhr, mittwochs bis freitags von 11.00 bis 17.00 Uhr und samstags von 10.00 bis 14.00 Uhr geöffnet.

Kommen Sie vorbei, es lohnt sich!

[Text: Sabine Richter, Fotos: Privat]


Interims-Standort für Bücherflohmarkt begeistert

Während der Sanierung der Stadtbibliothek musste auch der traditionell auf dem Arno-Schmidt- Platz beheimatete Bücherflohmarkt, der jährlich zugunsten der öffentlichen Büchereien in Stadt und Landkreis stattfindet, umziehen.

Die Bibliotheksgesellschaft konnte in diesem Jahr die Direktorenvilla in der Magnusstraße, und hier vor allem den großen Außenbereich, als Interims-Standort nutzen.
Wer das Areal am Französischen Garten kennt, den wundert es nicht, dass es beinahe familiär zuging, beim diesjährigen Bücherflohmarkt. Bekannte treffen, mit Gleichgesinnten plaudern, im Bücherangebot stöbern und fündig werden. So oder so ähnlich kann der Tag an der Direktorenvilla zusammengefasst werden.
Dank vieler helfender Hände und ansprechender Präsentation auf den von der Brauerei Betz zur Verfügung gestellten Bierzeltgarnituren war unisono allseits großes Lob zu hören.
Der Kauflaune der Menschen war der naturnahe Veranstaltungsort wohl zuträglich, denn die Organisatoren haben einen sehr zufriedenstellenden Erlös für außerplanmäßige Anschaffungen der öffentlichen Büchereien erzielen können.

[Text und Fotos: Sabine Richter]